Leserbrief: Stromtarife senken statt „windige“ Investitionen

Vom Ausstieg aus der Kernenergie – davon träumen viele. Eine Reduktion der Kernenergie – das ist realistisch. Aufgabe der Frauenfelder Werkbetriebe ist es, für sicheren und bezahlbaren Strom für Unternehmen und Private zu sorgen. Dass die Werkbetriebe der Stadt Frauenfeld 9 Millionen ausgerechnet in eine Firma im Euroraum, die auf Wind- und Wasserkraft setzt, investieren sollen, ist nicht nachvollziehbar. Erstens soll in die Energieproduktion der Schweiz und nicht im Euroraum, in Deutschland oder Italien, investiert werden. Zweitens geht diese Forderung eines Rahmenkredits von 9 Mio in erneuerbare Energien völlig an der Frauenfelder Bevölkerung vorbei. Es kann doch nicht sein, dass gerade mal 2% der Frauenfelder Stromkunden oder 270 Frauenfelderinnen und Frauenfelder bereit sind, einen persönlichen Strom-Mix mit Naturstromprodukten zu beziehen und das, obwohl dieses Angebot bereits seit acht Jahren besteht – und die Werkbetriebe nun auch die anderen 98 % der Stromkunden dazu verknurren, mit ihren Steuern 9 Millionen in erneuerbare Energien im gesamteuropäischen Raum zu investieren. Allfällige Investitionen sind in erster Linie in der Energieeffizienz, in Leitungsnetze sowie Speichermöglichkeiten zu tätigen oder wenn schon, in erneuerbare Energien vor Ort zu investieren. Statt Investitionen in den "Wind" erwarten die Frauenfelder Stimmbürgerinnen und Stimmbürger viel eher eine Senkung der Stromtarife. Der Rahmenkredit von neun Millionen Franken ist klar abzulehnen.

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