Gemeinderat: GEGEN EIGENE ERHÖHUNG DER SITZUNGSGELDER


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Votum Gemeinderätin Verena Herzog: "Ich spreche in meinem eigenen Namen.Es ist mir klar, dass in der heutigen Sitzung die Erhöhung unserer Sitzungsgelder angenommen wird. Deshalb halte ich mich möglichst kurz.

Ich möchte trotzdem zu bedenken geben:

– Jeder Ausgabeposten, gross oder klein muss prozentual betrachtet werden. Wer wie in der ursprünglichen Fassung eine Steigerung der Entschädigung um 50% vorschlägt,  braucht eine mehr als stichhaltige Begründung dafür. Und jetzt unter Druck zurückgebunden auf 30% bedarf noch immer einer stichhaltigen Begründung, wenn im selben Zeitraum die Teuerung nur 7,2% beträgt und der Arbeitsaufwand gegenüber 2001 nicht wesentlich  gestiegen ist, wie mir auf Anfrage mitgeteilt wurde. Unsere Arbeit war sicher auch bereits 2001 anspruchsvoll und aufwändig.

– Dass neu auch noch das Aktenstudium für die Vormundschaft, Fürsorge und die neu zu gründende Einbürgerungskommission entschädigt wird, ist ebenfalls umstritten Wie unser Ratssekretär freundlicherweise recherchiert hat, kennen im Gegensatz zu Arbon, andere Thurgauer Städte wie z.B. Weinfelden und Kreuzlingen  keine Entschädigungen für das Aktenstudium. Ich selber arbeitete in den letzten rund 10 Jahren in verschiedensten Kommissionen und Gremien.  Doch noch nirgends wurde das Studium der Akten  entschädigt. Das gehört für michselbstverständlich zur Sitzungsvorbereitung!

– Unangemessen hoch ist auch die Erhöhung der Entschädigung für das Wahlbüro. 50.-CHF Stundenlohn ist, vor allem verglichen mit anderen Nebenbeschäftigungsjobs,  sehr grosszügig bemessen und setzt ein falsches Zeichen. Doch wenn wir uns selber belohnen, dann können wir die anderen tatsächlich nicht leer laufen lassen.

Erlauben Sie mir eine letzte Bemerkung: – Jeder Ausgabeposten ist ein AusgabepostenMit der Erhöhung unserer eigenen Sitzungsgelder schreiten wir mit dem schlechten Vorbild voran und setzen damit ein falsches Signal für viele weitere kleine Begehrlichkeiten. Und jeder weiss, aus vielen kleinen Stückchen entsteht ein grosser Kuchen. Ich hoffe, Sie erinnern sich zu gegebenem Zeitpunkt daran."

Geschrieben in Gemeinderat.

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